Gerolstein

Gerolstein2019-01-10T13:12:58+00:00

Verbandsgemeinde Gerolstein

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Verbandsgemeinde Gerolstein

Wo vor Millionen Jahren Korallenriffe waren und Vulkane tobten, liegt heute zwischen den Flusstälern von Rhein, Mosel und Ahr an der Grenze zu Luxemburg und Belgien die Ferienregion Gerolsteiner Land. Im Herzen der Vulkaneifel gelegen bildet Gerolstein das Zentrum der aus insgesamt 13 selbständigen Ortsgemeinden bestehenden Verbandsgemeinde (VG) mit ca. 13.666 Einwohnern. Der „Brunnenstadt“ – der Quelle des mittlerweile weltbekannten Mineralwassermarke „Gerolsteiner“ – werden alle Funktionen eines Mittelzentrums für einen Versorgungsbereich vorgehalten, der über die Grenzen der Verbandsgemeinde hinausgeht. Ein wichtiger Wirtschaftssektor der VG Gerolstein ist der Tourismus, insbesondere der Geo- und Wandertourismus im „UNESCO-Natur- und Geopark Vulkaneifel“ sowie am Premium-Wanderweg „Eifelsteig“.

Nach Kelten, Römern und Franken vor über tausend Jahren finden heute weitere Migranten ihre neue Heimat in unserer Region:

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Ortsgemeinden
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Einwohner
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Personen aus Flüchtlingsländern
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Personen von außerhalb Europas

Neben den mittlerweile gut integrierten Spätaussiedlern aus den sog. GUS-Staaten und den Angehörigen benachbarter EU-Länder, die ihren Altersruhesitz in der landschaftlich geprägten Gerolsteiner Region begründen, stammen ca. 4,4 % der Einwohner (606 Personen) der VG aus sonstigen, nicht-europäischen Ländern. Davon sind ca. 390 Personen aus s.g. Flüchtlingsländern. Laut den statistischen Daten vom Mai 2017 sind in der VG Gerolstein ca. 138 bereits als politisch verfolgt anerkannte und ca. 100 Personen mit anhängigem Asylverfahren gemeldet. Die Zahl der Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beanspruchen, geht allmählich zurück.

Als ländliche Region und Wahlheimat für ältere Personen ist Gerolsteiner Land vom negativen demografischen Wandel betroffen, bietet aber Integrationsperspektiven und sieht in den Zuwanderern eine Chance für positive demografische Entwicklung der Kommune. Der VG-Bürgermeister Matthias Pauly ist davon überzeugt, dass „eine dauerhafte Integration von Zuwanderern gute Chancen für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Kommunen bietet, z.B. wenn es darum geht, die öffentliche Infrastruktur (Kitas, Schulen) zu erhalten, dem „Leerstand von Wohnraum“ entgegenzuwirken und nicht zuletzt den Bedarf an (Fach-) Arbeitskräften für unsere Unternehmen zu sichern.“

Das vorhandene Netzwerk aus verschiedenen öffentlichen, gesellschaftlichen und ehrenamtlichen Organisationen und Personen trägt der Integration der Geflüchteten bei, insofern sind Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe gegeben. Für Familien mit Kindern bietet Gerolsteiner Land eine hohe Lebensqualität und gute Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Dennoch ziehen über 50% der zugezogenen Migranten nach einer gewissen Zeit wieder weg. Die Gründe dafür könnten unter anderem auf mangelnde Verfügbarkeit von Wohnraum für kleinere 1-2 Personenhaushalte, erschwerten Zugang zu Arbeitsplätzen und kultureller Teilhabe zurückgeführt werden.

Matthias Pauly: „Das vorhandene Netzwerk aus öffentlichen und ehrenamtlichen Organisationen hat einen Grundstein gelegt und bereits vielfältige Hilfe bei der gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern geleistet. Auf diesem Fundament wollen wir aufbauen. Es gilt, dieses Netzwerk zu festigen und insbesondere durch wirtschaftlich handelnde Akteure zu ergänzen. Eine weitere interkulturelle Öffnung der regionalen Wirtschaft ist eine wichtige Voraussetzung, um eine erfolgreiche und dauerhafte Integration auf allen Ebenen zu erreichen.“

Und so hoffen und wünschen wir, die VG Gerolstein, „dass das Forschungsprojekt uns praktikable Lösungswege (für die erfolgreiche Integration von Zuwanderern) aufzeigt, die wir in den kommunalen Gremien, in der Verwaltung und besonders in der Zusammenarbeit mit ehrenamtlich tätigen Mitbürger/Innen gerne ausprobieren und bei Erfolg dauerhaft umsetzen wollen“ , so VG-Bürgermeister Matthias Pauly.

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